ROVER CLUB ÖSTERREICH

1968 - 1988 British Leyland

Range Rover

Nach dem Landrover von 1948, der in zahllosen Varianten in der ganzen Welt für Mobilität sorgte, war nun auf der Welt Platz für einen Luxus-Geländewagen: den Range Rover. Ausgerüstet mit dem legendären 3,5l V8-Motor aus dem P6 startete der Range Rover eine erfolgreiche Karriere, die bis heute anhält, wenn auch mittlerweile unter der Flagge Fords.

 

Der Rover SD1

Rover, nach vielen Turbulenzen inzwischen bei British Leyland im Konzern integriert, musste fertige Projekte wie den P8 oder P10 verwerfen. Die Entwicklungsabteilungen von Triumph und Rover wurden zusammen gelegt. Das erste gemeinsame Projekt war der SD1, "Special Division 1"

 

Der SD1 erhielt von Triumph das Fünfganggetriebe und den Sechszylindermotor, der V8 kam von Rover. Technisch war der SD 1 im Vergleich zum P6 eher rückschrittlich konstruiert. Die hintere Starrachse ersetzte aus Kostengründen die aufwendige Konstruktion nach DeDion-Muster.

 

 

Die Markteinführung erfolgte im Herbst 1976, im Jahr darauf wurde der SD 1 "Auto des Jahres" - als zweiter Rover nach dem 2000. Böse Zungen behaupten von der eleganten, fünftürigen Kombilimousine, sie sei schamlos von Citroen CX, Ferrari Daytona oder Lancia Gamma abgekupfert. Doch auch hier war David Bache am Werk und schuf eine perfekte Designlösung.

 

Der SD 1 war als 2000 (Vierzylinder), 2300 und 2600 (jeweils Sechszylinder), oder als 3500 (Achtzylinder) zu haben. Die Luxusausführung hieß Vanden Plas, die stärkste Version war die Vitesse. Die Variante mit VM-Dieselmotor wurde in Österreich nicht angeboten.

 

Massive Qualitätsprobleme mit der Lackierung, der Verarbeitung, der Haltbarkeit der Sechszylindertriebwerke schufen den Ruf eines "Friday's-Child". Einem Auto, das scheinbar nur von Arbeitern zusammengeschraubt wurde, die das Wochenende herbei sehnten.

 

Mit der Einführung der Modellserie 800 im Juni 1986 kam auch für den SD1 das Ende. 

 

Hier endet auch der "historische" Teil der Geschichte Rovers, die reich an begehrenswerten Oldtimern ist. Für alle Interessierten hier ein Link zur Typenübersicht mit den Produktionszahlen, Bauzeiten u.v.m.

 

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